MAREDO Interior Guidelines
MAREDO Interior Guidelines
Ein MAREDO-Restaurant ist mehr als ein gestalteter Raum. Es ist ein Ort, der eine Geschichte erzählt. Die Geschichte einer Marke, die für Handwerk, Gemeinschaft und ehrlichen Genuss steht. Diese Geschichte wird nicht kommuniziert, sie wird erlebt.
Atmosphäre entsteht nicht durch ein einzelnes Element, sondern durch das Zusammenspiel aller Entscheidungen im Raum. Storytelling ist die Kunst, diese Entscheidungen so zu treffen, dass sie gemeinsam eine Aussage ergeben.
Jeder MAREDO-Standort erzählt dieselbe Geschichte, aber durch die Sprache seines Ortes. Das Fundament bilden vier Narrative, die sich an jedem Standort in unterschiedlicher Form, aber stets in gleicher Haltung zeigen müssen.
Das Beef-Cut-Objekt ist die handwerkliche Seite des Stier-Narrativs. Die dreidimensionale Stiersilhouette mit eingravierten Cut-Bezeichnungen — Chuck, Rib Eye, Sirloin, Rump, Flank und weitere — verbindet Fleischkunde mit Gestaltung. Die beleuchtete Konturkante in Rot-Orange macht es zum Leuchtzeichen der Banksitzungszone. Es ist das einzige Element im Raum, das bewusst edukativ ist: Der Gast versteht, was er isst, und warum es gut ist.
Format: Zwei Fixgrößen erhältlich.
Die Stierbilder sind großformatige, expressionistische Gemälde in der Farbwelt Rot, Schwarz und Weiß. Sie werden nicht gerahmt, sondern direkt an die Wand gehängt — als würden sie aus der Wand herauswachsen. Mindestens zwei Bilder im Hauptraum, je eines auf der Fenster- und auf der Wandseite, schaffen eine visuelle Klammer, die den Raum zusammenhält.
Format mindestens 100 × 120 cm.
Der Stier ist das älteste und stärkste Symbol der Marke MAREDO. Er steht für Kraft, Ursprung und Qualität. Er ist kein Maskottchen — er ist ein Statement.
Im Raum erscheint er in zwei Formen: als expressionistisches Gemälde und als dreidimensionales Beef-Cut-Objekt. Beide Formen folgen derselben Logik: nicht illustrativ, nicht dekorativ, sondern kraftvoll und bedeutungstragend.
MAREDO steht für sichtbares Handwerk. Was in der Küche der Grill ist, ist an der Bar die Kupferzapfanlage: das Herzstück, das zeigt, wie hier gearbeitet wird.
Die Kupferzapfanlage ist kein funktionales Objekt, das versteckt werden sollte. Sie ist das wichtigste Handwerks-Statement der Bar — sichtbar vom Eingang, warm im Schimmer, unübersehbar in ihrer Materialität. Die Marken-Zapfhähne, jeder für sich ein Objekt mit eigener Gestaltung, machen das Sortiment zu einem Teil der Inszenierung.
Es fehlen Bilder und Informationen zum offenen Grill Konzapt und dem Tankbier Konzept.
Beef und Beer sind bei MAREDO keine zwei getrennte Angebote — sie sind ein gemeinsames Versprechen. Dieses Versprechen braucht im Raum zwei gleichwertige Bühnen.
Der Hauptraum ist die Bühne für das Beef. Warme Materialien, dunkle Tischplatten, das Stier-Narrativ an den Wänden, gedämpftes Licht über den Tischen — all das schafft einen Raum, der zum langen Verweilen, zum gemeinsamen Genuss und zum bewussten Essen einlädt.
Die Bar ist die Bühne für das Beer. Lebendig, kommunikativ, hell in der Wirkung durch die leuchtende Flascheninstallation — ein Ort für spontane Besuche, für das erste Glas vor dem Essen, für den Afterwork-Moment. Die Barstühle, die hohen Stehtische, die Kupferzapfanlage im Zentrum: Alles lädt zum Ankommen ein, ohne sich zu setzen.
Beide Bereiche sind gestalterisch eigenständig, aber aus derselben Sprache geschrieben. Der Gast spürt: Das hier gehört zusammen.
Jeder MAREDO-Standort hat eine eigene Geschichte — die Geschichte des Gebäudes, des Ortes, der Stadt. Diese Geschichte ist kein Widerspruch zur Marke, sondern ihre lokale Verstärkung.
Der Referenzstandort Dorsten ist dafür das stärkste Beispiel. Das ehemalige Industriegebäude mit seinem markanten Backsteinschornstein erzählt von Arbeit, Handwerk und Ursprung — Werte, die sich mit dem Markenkern von MAREDO auf natürliche Weise verbinden. Die historischen Bogenfenster, die hohen Decken, die architektonische Substanz des Gebäudes werden nicht überschrieben, sondern bespielt. Die Marke tritt in Dialog mit dem Ort.
Dieser Gedanke gilt für jeden Standort: Historische Substanz, lokale Besonderheiten und architektonische Eigenheiten sind keine Hindernisse für die Markenumsetzung — sie sind Chancen, die Marke tiefer zu verankern und dem Gast das Gefühl zu geben, an einem besonderen Ort zu sein.
„MAREDO kommt nicht an einen Ort und überschreibt ihn. MAREDO kommt und macht ihn zu seinem.“
Atmosphäre ist zu einem großen Teil Licht. Das Lichtkonzept von MAREDO folgt einem klaren Prinzip: Tageslicht als Bühne, künstliches Licht als Stimmung. Tagsüber definieren möglichst große Fenster den Raum. Das natürliche Licht inszeniert die Materialien, die Stierbilder, die Oberflächen. Mit einsetzendem Abend übernimmt das künstliche Licht: warm, gezielt, atmosphärisch.
Die konischen Pendelleuchten in Schwarz matt sind das bestimmende Lichtobjekt des Hauptraums. Ihre variablen Abhänghöhen erzeugen Rhythmus und gliedern den Raum, ohne ihn zu unterteilen. Punktuelle Einbaustrahler akzentuieren Kunstwerke und Tische, ohne den Raum gleichmäßig auszuleuchten.
Die Kerzen auf jedem Tisch sind das intimste Lichtelement. Klein, direkt, warm. Sie schaffen eine Nähe, die kein elektrisches Licht ersetzen kann. Sie sind Pflicht, nicht Option.
Die Bar bringt ihren eigenen Lichtschwerpunkt mit: die warmgelbe Unterbeleuchtung der Bartheke, das Leuchten des Spirituosenregals, das rote Glühen des Spirituosen-Karussells. Wo der Hauptraum warm und ruhig leuchtet, ist die Bar lebendig und einladend hell.
Das MAREDO-Muster basiert auf einem grafischen Ornament, das an traditionelle südamerikanische Webmotive erinnert. Es steht für Ursprung, Handwerk und kulturelle Tiefe – ein visuelles Symbol für die Geschichte hinter der Marke.
Die Musterstruktur ist modular und skalierbar, sodass sie in Hintergründen, Flächen oder Details eingesetzt werden kann.
Das Storytelling endet nicht an der Wand. Es zieht sich bis auf jeden Tisch. Die Details, die der Gast direkt vor sich hat, sind die nahbarsten Markenbotschafter im gesamten Restaurant.
Der Tischaufsteller „BEER AND MORE — GETRÄNKE“ in Schwarz und Weiß, gehalten im Edelstahlhalter, kommuniziert die zweite Produktwelt von MAREDO direkt am Tisch — schlicht, selbstbewusst, ohne Erklärung. Das gedrechselte schwarze Salz- und Pfeffermühlen-Paar auf dem Holztablett ist ein kleines Handwerksobjekt, das die Materialsprache des gesamten Restaurants im Kleinformat wiederholt. Die schwarzen Papierservietten, die Besteckposition — jedes dieser Details erzählt, dass hier sorgfältig gedacht wurde.
Der Teil „Tischkultur“ ist nicht vollständig. Wie sind die aktuellen Regelungen dazu?
Ziel dieses Abschnitts ist es, Planern, Architekten und Betreibern ein Verständnis dafür zu geben, wie Atmosphäre bei MAREDO entsteht und welche Elemente dafür verantwortlich sind. Wer die vier Narrative kennt und versteht, wie sie räumlich zusammenspielen, trifft keine beliebigen Gestaltungsentscheidungen mehr — sondern Entscheidungen, die eine Geschichte erzählen. Die Geschichte von MAREDO.