MAREDO Hospitality Guidelines

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Info

Die Inhalte des Kapitels Service Journey wurden auf Basis der Markenguidelines sowie der vorliegenden Schulungsunterlagen selbst erarbeitet. Eine eigenständige Herleitung war damit grundsätzlich möglich, führt jedoch zwangsläufig zu einer gewissen Oberflächlichkeit: Ohne direkten Einblick in die operative Praxis und die tatsächlich gelebte Servicekultur auf den Restaurantflächen können Erwartungshaltung, konkrete Vorgehensweisen und die angedachte Servicehaltung nur annäherungsweise abgebildet werden.

Es ist daher möglich, dass einzelne Inhalte nicht der tatsächlich gewünschten oder praktizierten Servicelogik entsprechen. Das Kapitel ist als Arbeitsstand zu verstehen und bedarf einer Prüfung durch Personen mit direktem operativen Bezug – etwa Restaurantleitungen oder erfahrene Servicekräfte.

Ich bitte darum, Abweichungen, Ergänzungen oder Korrekturen direkt als Kommentar an den jeweiligen Abschnitten zu vermerken.

(L. König)

MAREDO Hospitality Guidelines

Verabschiedung

Der Abschluss eines Besuchs ist genauso prägend wie der Anfang. Was ein Gast mit nach Hause nimmt, ist nicht das einzelne Gericht, das perfekt war – es ist das Gefühl, das beim Gehen entsteht. Eine starke Verabschiedung rundet das Erlebnis ab und macht aus einem zufriedenen Gast einen, der wiederkommt und weitererzählt.

ÜBERSICHT

Rechnung und Zahlung

Der Zahlungsvorgang ist ein oft unterschätzter Moment. Er findet am Ende eines guten Erlebnisses statt und darf dieses nicht zunichte machen. Die Rechnung wird zeitnah gebracht, sobald sie gewünscht oder der Moment erkennbar ist – ohne zu drängen, ohne zu zögern.

 

  • Die Rechnung ist korrekt, übersichtlich und vollständig.
  • Der Zahlungsvorgang läuft reibungslos und zügig.
  • Auch hier gilt: Präsenz und Freundlichkeit, kein Abwicklungsmodus.

Echte Verabschiedung

Eine Verabschiedung bei MAREDO ist kein Reflexsatz. „Tschüss, auf Wiedersehen“ auf Autopilot ist kein Abschluss – es ist das Gegenteil von dem, was MAREDO ausmacht. 

Echte Verabschiedung ist persönlich, präsent und aufrichtig.

 

  • Den Tisch aktiv wahrnehmen, wenn Gäste aufbrechen – nicht warten, bis jemand vorbeiläuft.
  • Kurzes, echtes Feedback einladen: „Hat es Ihnen gefallen?“ Und die Antwort wirklich hören.
  • Bei Anlass: einen Moment teilen, eine Bemerkung, die zeigt, dass dieser Tisch wahrgenommen wurde.
  • Den Gast bis zur Tür begleiten – zumindest mit Blick und Haltung, wenn nicht physisch.

Feedback und Reklamationen

Nicht jeder Besuch läuft reibungslos. Wie MAREDO mit Kritik umgeht, sagt mehr über die Marke aus als jedes Lob. Feedback wird ernst genommen, nicht abgebügelt. Reklamationen werden gelöst – ohne Diskussion, ohne Entschuldigung als Worthülse, mit echtem Handeln.

 

  • Kritik annehmen, ohne in die Defensive zu gehen.
  • Lösungen anbieten, nicht Erklärungen.
  • Dem Gast das Gefühl geben, dass sein Erleben zählt, auch wenn etwas nicht gestimmt hat.

Was bleibt

Ein Gast, der gut verabschiedet wird, erinnert sich an MAREDO als einen Ort, an dem man sich gesehen und wertgeschätzt gefühlt hat. Dieses Gefühl ist das stärkste Instrument der Markenbindung – stärker als jede Kampagne.

Ziel

Ziel der Verabschiedung ist es, den Besuch so abzuschließen, dass der Gast mit einem positiven Gesamteindruck geht – unabhängig davon, was während des Abends vielleicht nicht perfekt war. Ein ehrlicher, aufmerksamer Abschluss macht aus einem Besuch ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Und aus einem Gast einen, der wiederkommt.